Am 24.10.2009 haben die Vorsitzenden von CDU, CSU und FDP in Berlin den Koalitionsvertrag vorgestellt. Der Titel des Dokuments– er lautet „Wachstum. Bildung. Zusammenhalt.“ – lässt vermuten, dass für die Koalition wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen im Vordergrund stehen.
Unter Abschnitt I. Wohlstand für Alle – Durch nachhaltiges Wirtschaften finden sich Aussagen zur zukünftigen Umweltpolitik der schwarz-gelben Koalition (Unterpunkt 4.2 – Klimaschutz, Energie und Umwelt).
Das Hauptaugenmerk gilt dabei dem Bereich Energie. Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang das Ziel der neuen Bundesregierung gehört die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerken (§ 7 Abs. 1a i.V.m. Anlage 3 AtG). Gleichzeitig wird am Neubauverbot für Kernkraftwerke (§ 7 Abs. 1 Satz 2 AtG) festgehalten. Das in Anlage 4 des so genannten Atomkonsenses festgeschriebene Moratorium der Erkundung des Salzstocks Gorleben soll „unverzüglich aufgehoben werden.
Eine Personalie der zukünftigen Umweltpolitik steht nunmehr auch fest. Der Nachfolger von Sigmar Gabriel als Bundesministeri für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird der CDU-Politiker Norbert Röttgen.


